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Baden-WŁrttembergischer Arbeitskreis für Umweltschutz im Krankenhaus
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PRESSEERKL√ĄRUNG DES BADEN-W√úRTTEMBERGISCHEN ARBEITSKREISES F√úR UMWELTSCHUTZ IM KRANKENHAUS E.V. vom 25.07.2005


Der 01. Juni 2005 war ein zentrales Datum f√ľr die Abfallentsorgung in Deutschland. Seitdem ist die Ablagerung von unbehandeltem Restm√ľll verboten. F√ľr viele Deponien bedeutete dies das Aus.

Die Abf√§lle werden nun vorwiegend verbrannt. In Baden-W√ľrttemberg gibt es allerdings nicht gen√ľgend M√ľllheizkraftwerke. Deshalb setzen viele Kommunen auf das Sortieren und Verwerten.

Was f√ľr normalen Hausm√ľll √∂kologisch sinnvoll ist, kommt f√ľr Abf√§lle aus Krankenh√§usern nicht in Frage. Klinikabf√§lle enthalten neben Blut, Stuhl und anderen K√∂rperfl√ľssigkeiten auch Spritzen, Wundverb√§nde und gebrauchtes Operationsbesteck. Deshalb d√ľrfen sie nicht sortiert werden.

Scheinbar hat die Politik diesen Umstand bei der Abfallwirtschaftsplanung nicht gen√ľgend ber√ľcksichtigt: Viele Kommunen nahmen von heute auf morgen keine Klinikabf√§lle mehr an. In einigen F√§llen wurden sogar bereits abgeholte M√ľllcontainer ungeleert wieder zur√ľck gebracht. Die betroffenen Krankenh√§user waren pl√∂tzlich auf sich gestellt.

Bisher konnten sie durch Improvisationsgeschick und M√ľlltourismus den v√∂lligen Abfallkollaps abwenden. Doch die Situation spitzt sich von Woche zu Woche zu. Freie Kapazit√§ten in Verbrennungs√∂fen sind Mangelware. Viele Anlagen stehen wegen st√§ndig steigender Mengen kurz vor einem Annahmestopp. Die Interessen der Kliniken werden vom Baden-W√ľrttembergischen Arbeitskreis Umweltschutz im Krankenhaus e.V. vertreten. Er fordert von den verantwortlichen Beh√∂rden, sofort aktiv zu werden - sonst droht eine Katastrophe. Entweder werden schnell Verbrennungskapazit√§ten f√ľr klinische Abf√§lle reserviert - oder die bereits geschlossenen Deponien wieder ge√∂ffnet.

Passiert nichts, stapeln sich bald die kontaminierten Abfälle vor den Krankenhäusern. Was dies bei hochsommerlichen Temperaturen bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen.

Verantwortlich f√ľr diese Presseerkl√§rung: Baden-W√ľrttembergischer Arbeitskreis f√ľr Umweltschutz im Krankenhaus e.V.


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